Marrahaus Heilbronn, Bankraub

Dies ist ein Leserbrief, den die HSt nicht veröffentlicht hat:

Marrahaus versus Radfahrer, oder die totale Beanspruchung öffentlichen Raumes zu Gunsten privater Investoren.

Ungeachtet der Tatsache dass Radfahrer auch zur Rücksichtnahme verpflichtet sind, ist die Forderung, dass diese entlang des Marrahauses ihr Fortbewegungsmittel künftig gefälligst zu schieben haben, nicht widerspruchslos hinzunehmen. Geld regiert die Stadt und den Erdkreis, das ist bekannt. Hier liegt generell die Krux, auch ohne Partner.* Durch die zunehmende Privatisierung öffentlichen Raumes zugunsten von privaten Investoren findet eine schleichende Enteignung der Masse statt, die dies unbemerkt akzeptiert, weil sie sich des Verlustes individueller Freiheiten nicht bewusst ist. Investoren sind nun mal keine Sponsoren. Raum fordernd, wie alle modernen Gebäudekomplexe, engt das Gebäude den Bewegungsradius der flanierenden Spaziergänger und der radelnd mobilen Klasse massiv ein. Ob dieses Gebäudemonstrum, mit seinem beengenden Eingriff in den öffentlichen Raum, Flair hat, kann ich nicht beurteilen, ich bin kein moderner Mensch. Mein Ideal entspringt tradierter Ästhetik. Da bin ich wohl, genauso wie das Gebäude, fehl am Platz. Nur  blase ich mich nicht so massiv auf.

Jürgen Schwitkowski

*Der Investor heiß Kruck und Partner

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